Wenn Durchhalten nicht mehr reicht.
Sie funktionieren noch – aber es kostet immer mehr Kraft. Der Schlaf erholt nicht mehr, das Wochenende reicht kaum aus, und der Gedanke an die nächste Arbeitswoche fühlt sich schwer an.
Vielleicht merken Sie, dass Sie gereizter reagieren, sich innerlich leer fühlen oder sich von Menschen und Dingen zurückziehen, die Ihnen früher wichtig waren.
Burnout ist kein Zeichen von Schwäche. Häufig entsteht er über längere Zeit, wenn Belastung, Verantwortung und innerer Druck größer werden als Erholung, Anerkennung und Selbstfürsorge.
In meiner Praxis in Bozen begleite ich Erwachsene aus Bozen und Südtirol, die unter Erschöpfung, chronischem Stress und burnoutnahen Beschwerden leiden.
Die Gespräche bieten einen ruhigen Rahmen, um Ihre Situation besser zu verstehen, wieder Orientierung zu gewinnen und erste entlastende Schritte zu entwickeln – vor Ort in Bozen oder online.
→ Ein erstes Gespräch anfragen
Burnout beschreibt einen Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung. Viele Betroffene waren zuvor lange sehr engagiert, pflichtbewusst und leistungsbereit. Sie haben Verantwortung übernommen, durchgehalten, funktioniert – oft auch dann noch, wenn die eigenen Grenzen längst überschritten waren.
Typisch ist, dass sich die Erschöpfung nicht durch ein freies Wochenende oder ein paar Tage Urlaub lösen lässt. Der Körper bleibt angespannt, der Kopf kommt nicht zur Ruhe, die innere Kraft nimmt ab.
Häufig zeigen sich bei Burnout vier Bereiche besonders deutlich:
Burnout steht häufig im Zusammenhang mit chronischer Belastung, beruflichem oder privatem Druck, fehlender Erholung, mangelnder Anerkennung oder dem Gefühl, keinen Einfluss mehr auf die eigene Situation zu haben. Manchmal kommen Schlafstörungen, Ängste, depressive Symptome oder körperliche Beschwerden hinzu.
Wichtig ist: Burnout ist kein persönliches Versagen. Es ist ein ernstzunehmendes Signal, dass etwas über längere Zeit zu viel war.
Burnout zeigt sich nicht bei allen Menschen gleich. Manche spüren zuerst körperliche Beschwerden, andere emotionale Erschöpfung oder innere Distanz.
Mögliche Warnzeichen sind:
Ein deutliches Warnsignal ist, wenn selbst Wochenende oder Urlaub keine echte Erholung mehr bringen.
Burnout entsteht meist nicht plötzlich. Am Anfang steht oft ein hohes Maß an Engagement: mehr arbeiten, weniger Pausen machen, erreichbar bleiben, Verantwortung übernehmen, sich zusammenreißen.
Mit der Zeit werden eigene Bedürfnisse immer häufiger übergangen. Erholung wird verschoben, Grenzen werden weniger gespürt, innere Antreiber wie „Ich muss das schaffen“ oder „Ich darf niemanden enttäuschen“ werden stärker. Was früher hilfreich und kraftvoll war, beginnt zu erschöpfen.
Dabei entsteht Burnout selten nur durch „zu viel Arbeit“. Häufig treffen äußere Belastungen und innere Muster zusammen: Zeitdruck, hohe Verantwortung, ständige Erreichbarkeit, fehlende Anerkennung, Konflikte, Wertekonflikte oder wenig Einfluss auf die eigene Arbeit – aber auch Perfektionismus, Pflichtgefühl, Verantwortungsdruck oder der Anspruch, immer stark sein zu müssen.
In der Therapie geht es nicht darum, diese Eigenschaften abzuwerten. Es geht darum, sie besser zu verstehen und so einzusetzen, dass sie nicht gegen Sie arbeiten.
Wichtig: Wenn Suizidgedanken bestehen oder Sie das Gefühl haben, sich selbst nicht mehr sicher zu sein, wenden Sie sich bitte sofort an den Notdienst, Ihren Hausarzt, eine psychiatrische Fachstelle oder die nächstgelegene Notaufnahme.
Psychologische Unterstützung bei Burnout kann sinnvoll sein, wenn Sie merken, dass Ihre bisherigen Strategien nicht mehr ausreichen.
Ein erstes Gespräch kann hilfreich sein, wenn:
Sie müssen nicht warten, bis gar nichts mehr geht. Oft ist es hilfreich, frühzeitig innezuhalten und gemeinsam zu verstehen, was Sie erschöpft hat.
Im Erstgespräch geht es zunächst darum, Ihre Situation in Ruhe zu verstehen. Sie müssen nichts vorbereiten und keine fertige Diagnose mitbringen. Gemeinsam klären wir, was Sie belastet, welche Unterstützung sinnvoll sein kann und welche nächsten Schritte möglich sind.
Das erste Gespräch bietet Raum, in dem Sie erzählen können – ohne Druck und ohne Bewertung.
In der Burnout-Therapie geht es nicht darum, wieder möglichst schnell zu funktionieren. Zunächst geht es darum, zu verstehen, was Sie erschöpft hat – äußerlich und innerlich.
Im weiteren therapeutischen Prozess schauen wir gemeinsam auf die Faktoren, die Ihre Erschöpfung mitverursachen oder aufrechterhalten. Dazu können äußere Belastungen gehören, aber auch innere Muster: Perfektionismus, Verantwortungsdruck, Schwierigkeiten mit Grenzen oder der Anspruch, immer stark sein zu müssen.
Je nach Situation arbeiten wir an Stabilisierung, Stressregulation, Selbstfürsorge, Schlaf, Erholung und konkreten Veränderungsschritten. Auch die Frage, wie Sie frühzeitig Warnsignale erkennen und Rückfällen vorbeugen können, ist ein wichtiger Teil der Therapie.
Methodisch können verhaltenstherapeutische, achtsamkeitsbasierte und schematherapeutische Elemente sowie Übungen zur Stressbewältigung und Entspannung einfließen. Welche Schwerpunkte sinnvoll sind, ergibt sich aus dem gemeinsamen Verstehen Ihrer Situation – nicht aus einem festen Schema.
Ziel ist nicht, in alte Überforderung zurückzukehren. Ziel ist, wieder mehr Klarheit, Selbstfürsorge und Handlungsspielraum zu gewinnen.
Bei starker oder anhaltender Erschöpfung ist eine sorgfältige Abklärung wichtig. Manchmal stehen körperliche Ursachen oder Begleitfaktoren im Vordergrund, etwa Schilddrüsenprobleme, Stoffwechselerkrankungen, Entzündungen, Schlafstörungen oder andere internistische Ursachen.
Wenn körperliche Beschwerden stark sind, depressive Symptome auftreten oder die Hoffnungslosigkeit zunimmt, empfehle ich eine ärztliche oder fachärztliche Abklärung parallel zur psychologischen Begleitung.
Medikamente werden ausschließlich ärztlich verordnet und begleitet. Auch Krankschreibungen erfolgen über Hausarzt, Facharzt oder zuständige medizinische Stellen.
Das ist individuell verschieden. Es hängt davon ab, wie lange die Erschöpfung bereits besteht, wie stark die Symptome sind und welche inneren oder äußeren Faktoren beteiligt sind. Manche Menschen profitieren von einer kürzeren Begleitung zur Stabilisierung und Orientierung. Andere nutzen die Therapie, um tieferliegende Muster nachhaltiger zu bearbeiten.
Online-Termine sind bei Burnout grundsätzlich möglich, besonders wenn Anfahrt, Erschöpfung oder zeitliche Belastung eine zusätzliche Hürde darstellen. Für Menschen aus Südtirol außerhalb von Bozen kann das eine praktische Entlastung sein. Bei akuten Krisen, Suizidgedanken oder sehr schweren Symptomen ist jedoch direkte ärztliche oder psychiatrische Hilfe vor Ort wichtig.
Burnout ist häufig stark mit chronischer Belastung, Überforderung und Erschöpfung verbunden. Eine Depression kann umfassender sein und mit anhaltender Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Antriebsmangel, Schlaf- und Appetitveränderungen oder Suizidgedanken einhergehen. Die Übergänge können fließend sein. Deshalb ist eine sorgfältige Abklärung wichtig.
Nein, nicht zwingend. Viele Menschen beginnen eine Therapie, während sie weiterhin arbeiten. Ob eine berufliche Entlastung oder Auszeit sinnvoll ist, hängt von Ihrer Situation ab. Krankschreibungen erfolgen nicht in der psychologischen Praxis, sondern über Hausarzt, Facharzt oder zuständige medizinische Stellen.
Ärztliche Hilfe ist wichtig, wenn körperliche Beschwerden stark sind, Sie kaum noch schlafen, depressive Symptome deutlich zunehmen, Panik auftritt oder Suizidgedanken bestehen. Auch wenn Medikamente in Frage kommen oder eine Krankschreibung notwendig ist, sollte dies ärztlich abgeklärt und begleitet werden.
Wenn Belastung, Erschöpfung oder innerer Druck zu viel werden, kann ein erstes Gespräch helfen, die Situation zu sortieren und nächste Schritte zu klären.
Sie müssen nicht genau wissen, ob es „Burnout“ ist. Es reicht, dass Sie merken: So wie bisher geht es nicht gut weiter.
Termine sind in meiner Praxis in der Sparkassenstraße in Bozen oder online möglich.